Bäckerei Braune? Klar, kenne ich die! die Antwort (beinahe) jedes Potsdamers sieht so oder ähnlich aus. Bäckerei Braune ist eben ein Begriff. Liegt es daran, dass es hier die einfachen Herdschrippen gibt, die nach traditioneller Art direkt auf der heißen Herdplatte und ohne Luftbewegung gebacken werden? Oder ist der hauseigene Sauerteig schuld? Oder sind es gar die ausgefallenen Torten zu jedem nur denkbaren Anlass? Niemand weiß es genau. auf alle Fälle handelt es sich um die älteste Bäckerei der Stadt: Am. 04. Januar 1734 erfolgte die Einzahlung von 25 Taler in die Innungskasse der Bäcker. Inzwischen führt Werner Gniosdorz mit 20 Mitarbeitern und drei Azubis den Laden in der fünften Generation. Seine Mutter war noch eine geborene Braune, doch ihn selbst nennen auch alle nur Herr Braune. Und Werner Gniosdorz hat nichts dagegen. eine weitere Spezialität gerade in der Weihnachtszeit sind Posener Teegebäck, Dominosteine, Lebkuchenbomben, Stollen und Gewürztaler überaus beliebt bei den Kunden. Mit einer eisenwalze aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, wie sie nur noch wenige Betriebe benutzen, stellt die Bäckerei auch Spekulatius her. Um 2 Uhr werktags heißt es Arbeitsbeginn, freitags bereits um 23 Uhr damit morgens die frischen Backwaren in den Regalen liegen.