Was den Gaumen freut
Potsdam. Kleine Brötchen braucht Werner Gniosdorz nicht zu backen - obwohl die Herdschrippen gerade wegen ihrer geringen Größe bei den Kunden sehr beliebt sind.
1989 hat der Konditormeister vom Vater die Bäckerei Braune übernommen. Im eigenen Hause wird alles hergestellt, was das Handwerk hergibt und dem Gaumen Freude macht. Das Geschäft in der Friedrich-Ebert-Straße 101 ist zentral gelegen, viele Kunden erreicht Werner Gniosdorz mit dem Kleintransporter in wenigen Minuten.
Ein renner sind zum Beispiel die Zwiebelkuchen, die er ofenfrisch zu verschiedenen Tageszeiten ausliefert. Angefangen hatte es ,it Johann Gottlieb Klinger, der 1734 von König Friedrich II. die Backgerechtigkeit verliehen bekam. Der Bäcker Gustav Braune kaufte 1853 das Grundstück und baute einen Familienbetrieb auf, der Feuersbrünste überstand und im Zweiten Weltkrieg fast gänzlich zerstört worden wäre. Heute hat die Bäckerei einn Namen in ganz Potsdam. Hier floriert ein moderner Ausbildungsbetrieb, in dem schon viele Lehrlinge das Handwerk gelernt haben. In diesem Jahr wird ein neuer Auszubildener gesucht - es wäre der fünfzehnte.